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Inhalt

Die Schwestern Maria, Camila und Ana brechen mitten in der Nacht in das Haus eines korrupten Senators ein und nehmen ihn und seine Frau gefangen. Die drei haben es auf Erpressungsgeld abgesehen. Doch ihr Raubzug wird plötzlich von seltsamen Geräuschen aus dem Keller gestört. Als Camila nachsieht, findet sie hinter einer verschlossenen Tür die Tochter der Familie an ein Bett gefesselt vor. Die Mädchen missachten die nachdrücklichen Warnungen der Eltern und befreien das anscheinend schwer misshandelte Kind. Sie ahnen nicht, welche Kräfte sie damit freisetzen.

Kritik

Was kommt dabei heraus, wenn man Don't Breathe und Der Exorzist vermischt? Guillermo Amoedo (The Stranger) beantwortet die Frage mit seinem neuen Film The Inhabitant (OT: El habitante), der Elemente beider doch sehr unterschiedlicher Filme des Horrorgenres miteinander kombiniert. So spannend die Prämisse auch sein mag, das Ergebnis aus Mexiko bedient weder das eine, noch das andere Subgenre wirklich befriedigend und kann beiden Vorbildern, mit denen es als Hybrid selbst wirbt, nicht das Wasser reichen. 

Drei Schwestern brechen in ein Haus ein, das für sie eine böse Überraschung beherbergt. Handwerklich zeigt sich The Inhabitant dabei mit seinen düster eingefangenen Bildern von Beginn an stark, versagt jedoch darin seine Charaktere für den Zuschauer interessant genug zu gestalten. Mit einer Missbrauchsstory aus Kindheitstagen, welche in Flashbacks immer wieder aufgegriffen wird, wird zwar der Versuch unternommen, ihnen etwas Tiefe auf den Weg zu geben, auch wird nebenbei eine missliche Lage erwähnt, die sie auf diesem Wege zum gesetzeswidrigen Eintreiben der Schulden zwingt, Sympathie bauen wir jedoch nie zu ihnen auf, ihr Schicksal bleibt uns egal. 

Beim Durchsuchen des Hauses werden nicht nur die Besitzer als Geisel genommen, im Keller wird ein gefesseltes Mädchen entdeckt, welches bei den selbst missbrauchten Schwestern Schutzinstinkte weckt. Natürlich ist nicht alles so, wie es scheint, das Mädchen wurde nicht ohne Grund dort festgehalten, denn sie ist vom Teufel besessen. Was folgt, ist eine schnelle Abfolge der Ereignisse aus Filmen des Exorzismus-Subgenres (den dazugehörigen Priester gibt es später auch), die uns in den letzten Jahren regelrecht überflutet haben. Daran dürften sich die meisten wohl schon längst sattgesehen haben, The Inhabitant hat dem Ganzen leider auch nichts Neues hinzuzufügen. Der Dämon flucht, manipuliert und gibt Obzönitäten von sich, die andere Seite hält tapfer Bibel und Kreuze hoch und sagt Gebete auf. Das ist nicht nur monoton, sondern auch wenig erschreckend. 

Daher hat The Inhabitant seine wohl besten Momente in der ersten Hälfte, die uns beim Spiel mit dem Unbekannten, in Kombination mit den stimmungsvoll eingefangenen Bildern, immerhin ein wenig zu fesseln vermag. Ist die Katze aus dem Sack, reihen sich die Klischees aneinander und der Film kopiert freudig nur noch altbekannte Momente von seinen Genrekollegen. Mit seiner letzten Szene hält sich der Regisseur möglicherweise auch gleich noch die Tür für eine Fortsetzung offen, nötig ist sie aber gewiss nicht. 

Fazit

Aus seiner nicht gänzlich unspannenden Idee, Home-Invasion und Exorzismus zu verknüpfen, macht "The Inhabitant" leider nicht viel und verkommt so zu einem weiteren Horrorbeitrag, der im Sumpf des Durchschnitts untergeht. 

Autor: Sebastian Stumbek

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