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Nach dem folgenschweren Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 wird eine zwölfköpfige Eliteeinheit rund um Captain Mitch Nelson nach Afghanistan entsandt, um den dortigen Widerstand – die afghanische Nordallianz – von einem Bündnis im Kampf gegen Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer zu überzeugen. Mit gezielten Luftangriffen und darauffolgenden Attacken am Boden soll eine wichtige Terrorhochburg eingenommen und damit ein Zeichen an die gesamte Region gesetzt werden.

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Kritik

Horses against tanks or patriotism based on true events

Die Grundlage von 12 Strong bildet der Tatsachenroman Horse Soldiers von Doug Stanton, der eine eher unbekannte Militäroperation beschreibt, die kurz nach den Ereignissen des 11. September 2001 in Afghanistan stattgefunden hat. Der Bestseller wurde von den beiden Drehbuchautoren Ted Tally und Peter Craig für die große Leinwand adaptiert und von Regieneuling Nicolai Fuglsig hollywoodtauglich umgesetzt. Als Produzent ist niemand Geringerer als Jerry Bruckheimer involviert, der mit Ridley ScottsBlack Hawk Down bereits 2001 Kriegs-(Action-)Erfahrung sammeln konnte.

Kriegsaction ist wohl auch jenes Wort, mit dem der 130 Minuten lange Streifen 12 Strong am besten beschrieben werden kann. Denn die explosionsschwangeren Schlachten, denen man in jedem Moment das hohe Budget ansehen kann, bilden den wahren Kern respektive die einzige Existenzberechtigung der ansonsten doch eher flachen und vorhersehbaren Produktion. Im Mittelpunkt stehen strahlende, amerikanische Patrioten, die ohne zu zögern ihre intakten (Bilderbuch-)Familien in der Heimat zurücklassen, um für die Bewahrung des American Way Of Life in Afghanistan zur Waffe zu greifen. Zur Seite stehen ihnen dabei einerseits zivilisiert(er)e Wilde (die Nordallianz) und andererseits ein überlegenes, amerikanisches Luftunterstützungssystem, mit welchem die unzivilisierten Wilden (Taliban) in ihre Einzelteile zerlegt werden. Von mehrdimensionalen Figuren, einer kritischen Betrachtung des Einsatzes oder einer zumindest pseudoobjektiven Herangehensweise ist meilenweit nichts zu erkennen.

Das wiederum war bei einem Film diesen Couleurs natürlich auch nicht wirklich zu erwarten. Trotzdem ist es bezeichnend, wie ungemein spannungsfrei Nicolai Fuglsig die grundsätzlich durchaus interessante Story inszeniert. Verpackt in eine hollywoodeske Mischung aus Pathos und Patriotismus werden alle handelsüblichen (Kriegsfilm-)Klischees abhackt und dadurch enormes Potential verschenkt. Vor allem jenes des spielfreudigen Casts rund um Chris Hemsworth, Michael Shannon und Michael Peña.

Positiv zugutehalten muss man 12 Strong jedoch, dass die Umsetzungsqualität des Streifens ausgezeichnet ausgefallen ist. Die Actionszenen sind packend inszeniert und handwerklich stark umgesetzt. Die Kameraführung und der Schnitt sind ebenso gelungen wie die Ausstattung und das Setting. Die Produktion bietet somit all das, was man sich von einem Hollywood-Kriegsfilm erwartet. Wem das genügt, der wird auch nicht enttäuscht werden.

Fazit

"12 Strong" ist ein, auf wahren Begebenheiten beruhender, Hurra-Patriotismus-Action-Kriegs-Film, der zwar qualitativ ungemein hochwertig umgesetzt worden ist, aber in seiner Gesamtheit enttäuscht. Regisseur Nicolai Fuglsig verabsäumt es, der autobiographischen Vorlage, über eine Laufzeit von 130 Minuten eine eigenständige Note zu verpassen. Was bleibt ist ein auf Hochglanz poliertes Hollywood-Star-Vehikel mit tollen Kampfszenen und wenig inhaltlicher Substanz dazwischen, das um mindestens 20 Minuten zu lang geraten ist.

Autor: Christoph Uitz

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