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Das Ding mit den Spielen kann beginnen: In einer reichlich großen Zeremonie wird ihre jüngere Schwester auserkoren, an den 75. Starving Games teilzunehmen – dem dicksten TV-Spektakel des bösen Präsidenten Snowball (Diedrich Bader). Das ist der Moment für Kantmiss Evershot (Maiara Walsh)! Erfolgreich drängelt sie sich vor und nimmt den Platz ihrer Schwester ein. Getreu dem Show-Motto ‘Kämpfe um zu überleben‘ ist Kantmiss fest entschlossen zu gewinnen – ein Sieg würde ihr helfen, ihre Familie zu ernähren. Geschenkt. Aber es macht sie vor allen Dingen berühmt!! Ihren eifersüchtigen Freund Dale (Brant Daugherty) lässt sie zurück und steigt zusammen mit ihrem Kumpel Peter (Cody Allen Christian) und dem District 12 Team in den Wettstreit ein. Doch ist Peter wirklich derjenige, der er vorgibt zu sein? Was macht ein singender Popstar plötzlich im Wald? Und woher kommen all die Leute aus diesem Zauberinternat? Kantmiss erlebt ein wildes Abenteuer, in dem sie auf ihr Talent fürs Bogenschießen mal so richtig pfeifen kann…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wenn der Zuschauer regelrecht froh ist, dass die End-Credits laufen und die darin enthaltenen Outtakes auch noch lustiger sowie authentischer sind als der komplette Film zuvor, dann kann es sich eigentlich nur um den neuen Film des Chaos-Duos Jason Friedberg und Aaron Seltzer handeln. Immerhin quälen uns diese beiden Freigeister und fadenscheinigen Kreativköpfe, seit nun mehr als sieben Jahren mit regelmäßigen Spoof-Filmen, die alles auf die Schippe nehmen, was nicht bei drei um die Ecke laufen konnte. Von "Date Movie" über "Meine Frau, die Spartaner und ich" sowie "Beilight - Biss zum Abendbrot", wird der Zuschauer hierbei mit haufenweisen Furz- wie Fäkalwitzen, dumpfen Prügelwitzen, schlechten Darstellern, unmöglichen Kostümen sowie einfallslosen Gag-Feuerwerken bei Laune gehalten. Mehr als uninspirierte Storys und Kino-Veräppelungen warten hinter den zumeist mit Werbung vollgestopften Werken allerdings nicht. Zwar ist das Niveau weit über dem von Trash-Studios wie Asylum ("Titanic 2"), doch einzig mit einem Haufen Bier oder eben eines recht niedrigschwelligen Humors, sind die sehr kurzen (zum Glück) Filme überhaupt zu ertragen.

Wo Leslie Nielsen noch wahre Kunststücke auf die Leinwand zauberte und zum regelrechten Grölen einlud, oder auch Jim Abrahams und David Zucker mit "Top Secret" gar ein ganzes Genre gekonnt auf die Schippe nahmen, bleibt so auch erneut in "Die Pute von Panem - The Starving Games" (OT: "The Starving Games") nur ein müdes Lächeln übrig. Zwar ist die Ausgangslage nicht verkehrt, immerhin gibt es in "The Hunger Games" genug Ansatzmöglichkeiten für intelligenten, sarkastischen, ziemlich biederen oder auch schwarzen Humor, doch was die Drehbuchautoren und Regisseure Jason Friedberg und Aaron Seltzer schließlich daraus machen, bleibt einzig ein riesiges Allerlei aus flachen Witzen und bekannten Motiven. Da darf dann zwar Harry Potter kurz einen Auftritt genießen, der Bösewicht seine Spiele mit Filmen wie "Running Man" und "Battle Royal" anpreisen, der große Zauberer von Oz, die Avengers sowie die Entbehrlichen ein paar Sprüche ablassen, doch das Gesamtkonzept bleibt einfach viel zu blass, als dass es den Zuschauer wirklich mitnimmt. Es fehlen einfach die eigenen Ideen, die eigene Geschichte und vor allem, das richtige Timing. Und wenn schließlich der X-te Furzwitz abgehandelt wurde oder sich der X-te Darsteller vorhersehbare Weise den Kopf stößt, gibt es mehr Gähnen als Lachen.

"Every Year, I make you watch this video, because, well… you're dumb"

Apple Werbung (die augenscheinlich als Seitenhieb verkauft wird), Angry Birds, Lady Gaga als Präsidentin sowie ab und an auch mal etwas Blut, ergeben dann schließlich den Rahmen für die Story, welche in knapp 83 Minuten dann auch schon wieder zu Ende ist. Eines muss jedoch Jason Friedberg und Aaron Seltzer hoch angerechnet werden: Zumeist sind die peinlichen Doubles berühmter Figuren doch ziemlich gut getroffen, was zumindest hier für ein kleines schmunzeln sorgt. Dass letztlich die Darsteller alle weit davon entfernt sind überhaupt gut zu schauspielern (sie sind sich ihrer Rolle scheinbar sichtlich bewusst), bringt aber schnell die Realität zurück. Und wenn im Finale gar der "Hobbit" ziemlich stumpf aufs Korn genommen wird, entwickelt sich gar eine leichte Wut. Denn wie man die Popkultur passabel durch den Kakao ziehen kann, bewies immerhin dieses Jahr eindrucksvoll "Das ist das Ende". Daher lieber zu den Klassikern greifen oder zum Seth Rogen Star-Auflauf, als hier  Mel Gibson-Witze oder flache Sprüche hören zu müssen.

Fazit

Die Erwartungen sollten beim Sichten von "Die Pute von Panem - The Starving Games" nicht sonderlich hoch sein. Denn der neue Spoof-Beitrag von Jason Friedberg und Aaron Seltzer reiht sich ohne Mühen und gekonnt in die Liste flacher Veralberungen ein, die zumeist nur mit vielen Freunden sowie Bier zu ertragen sind. Wer auf seichte wie sehr flache Gags steht, bekommt hier dennoch einen Film, der zumindest für sich genommen wie aus einem Guss wirkt. Jedoch benötigt es dafür schon einen besonderen Sinn für Humor und eine Menge Geduld.

Autor: Thomas Repenning

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