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Sie sind die angesagte Girl-Gang und sie sind die besten Freundinnen: Lily, Bex, Em und Sarah leben in einer Welt, in der Parties, Outfits, Sex und die erste Liebe auch immer zu Selfies, Emojis, Snaps und Sextings gehören. Aber als ihre kleine Stadt Salem Opfer eines Datenhacks wird, bei dem die privatesten Fotos und Chats der Hälfte der Bürger in die Öffentlichkeit gespült werden, greift in Salem Anarchie um sich. Als Lily fälschlicherweise für den Hack verantwortlich gemacht wird, wendet der Mob sich gegen sie. Die vier Freundinnen müssen zusammenhalten, um eine lange, blutdurchtränkte Nacht zu überstehen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Es ist wahrscheinlich die Schlüsselszene von Assassination Nation: Die vier Hauptfiguren Lily (, Sweet Virginia), Bex (, Transparent), Sarah (, Stolz und Vorurteil und Zombies) und Em ( in ihrem Schauspieldebüt) liegen auf dem Boden der Turnhalle ihrer High School, gemeinsam mit der Cheerleaderin Reagan (Bella Thorne, DUFF - Hast Du keine, bist Du eine), als diese meint, das Privatsphäre antiquiert und sowieso tot sei. Eine Aussage, die vor einigen Jahren bereits Facebook-Gründer Mark Zuckerberg machte und dafür ordentlich Kritik einheimste. Doch in der Welt von Lily und ihren Freundinnen wird dieses Statement, das gekoppelt ist an Rebellion und Unwissenheit, rasch zur düsteren Realität, als ein unbekannter Hacker sämtliche Daten (Chats, Mails, Fotos, Videos) der Bewohner der Kleinstadt Salem online verfügbar macht und damit eine Hexenjagd initiiert. 

Bis es dazu kommt, präsentiert Autor und Regisseur (Another Happy Day) uns die Welt dieser Teenager, die aus Schule, Party, sexuellen Erfahrungen, Liebeskummer, Besserwisserei und Späßen besteht. Dargeboten mit einer durchaus interessanten Stilistik, die allerdings deutlich mit Erschöpfungserscheinungen zu kämpfen hat und dadurch zwangsweise selbstzweckhaft zum eigentlichen Zentrum des Films degradiert wird und damit durchaus der eigentlichen Aussage etwas an Kraft raubt. Allerdings nur etwas, denn Levinson ist in seinem zweiten Spielfilm kein Fan von subtilen Untertönen oder Metaphern. Er kritisiert unseren heutigen Umgang mit sozialen Medien, unsere Lust an Gerüchten sowie Spekulationen und vor allem unsere Schwäche gegen verführerische Doppelmoral.

Diese Doppelmoral zeigt sich in all ihren Facetten und hat diverse, hässliche Fratzen, die Levinson mit großer Wonne an gesellschaftlicher Reflexion vor die Kamera schubst und dabei teilweise so sehr auf Überspitzungen setzt, dass die gezeigten Szenen manchmal mehr parodistisch, als wirklich satirisch wirken. Kraftvoll sind sie aber definitiv. Wenn Lily am Ende des zweiten Akts mit ihrer Mutter aneinandergerät, ist dies aber vermutlich die stärkste, emotionale Szene des Films, weil Levinson hier ohne Filter und Verzerrungen arbeitet.

Vor und nach dieser Szene fühlt sich Assassination Nation aber immer ein wenig so an, als ob die Geschichte ein Sklave vom Stilwillen von Levinson ist. Der Filmemacher hat zu viele Ambitionen, die er in die Produktion gesteckt hat. So stellt sich eine Übersättigung ein, ein Völlegefühl, welches sich bereits nach kurzer Zeit einstellt und nie so ganz verschwindet, auch wenn Levinson darin durchaus relevante Themen verpackt. Letztlich sind ihm aber die großen Eskalationen wichtiger und genau mit denen gelangen ihm auch immer wieder große Momente. So wird das Finale mit einer wunderschönen Plansequenz eingeleitet, die von außen zeigt, wie Fremde versuchen in ein Haus einzudringen, um die dort anwesenden Personen zu überfallen. Technisch schick und überaus packend.

Insgesamt ist Assassination Nation ein zweischneidiges Schwert, da er zwar durchaus eine interessante und wichtige Thematik behandelt, diese aber zu häufig und mit großer Lust am stilistischen Bombardement im eigens generierten Getöse ersaufen lässt. Und dennoch, die Schüsse gegen unsere moderne Welt treffen, gerne mit grobschlächtiger Präzision, ihr Ziel. Nur die Wunden, die sie Herbbeiführen sind dann doch meist nur Kratzer, auch weil die Handlung ein paar Genre-Schlenker in den Bereich Horror und Thriller zu viel ausführt.

Fazit

„Assassination Nation“ will anecken, betören, verstören, reizen, schocken, umgarnen, aufklären, unterhalten, faszinieren, spalten, ekeln und, und, und. Kurz: Regisseur Sam Levinson will nur eines nicht: dass sein Publikum ohne eine Reaktion den Kinosaal verlässt. Das ist ihm gelungen. Seine gallige Satire über (moderne) Doppelmoral ist stur und zackig darauf getrimmt einen mitzureißen. Dabei ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Levinsons Stilwille größer ist, als seine inhaltliche Intention. Dennoch gelingen ihm immer wieder gute bis fantastische Momente, die beides miteinander kombinieren. Insgesamt fühlt sich „Assassination Nation“ aber schon irgendwie recht leer an.

Autor: Sebastian Groß

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