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Als im Jahr 2001 ein Monolith auf dem Mond entdeckt wird, wird diese Entdeckung als der Beweis für ausserirdisches Leben gedeutet. Eineinhalb Jahre nach der Enteckung des Monoliths werden 2 Astronauten, Bowman und Poole, mit dem Raumschiff Discovery zum Jupiter geschickt, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Das Raumschiff ist mit dem Supercomputer HAL-9000 ausgerüstet. Bald ergeben sich erste Komplikationen mit dem Computer... Viel beachteter und oft zitierter Meilenstein im Science-Fiction-Genre. Kultregisseur Stanley Kubrick legt mit '2001: Odyssee im Weltraum' ein zentrales Werk vor.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wie ikonisch kann das Kino werden? Wo ist das Nonplusultra erreicht? Wie tief kann es im allgemeinen Bewusstsein des Kinos verankert sein? Zum fünfzigsten Geburtstag von Stanley Kubricks Meisterwerk 2001: Odyssee im Weltraum bekam der Film eine limitierte Neuveröffentlichung im Kino - auf einer herrlichen Cinerama 70mm-Kopie. Von dem epischen Anfang der Konjunktion zwischen Sonne, Erde und Mond, dem Beginn der Menschheit, dem Ende der Menschheit, dem Beginn der Menschheit, von dem Monolith über den größten Match Cut der Filmgeschichte und HAL9000, von der Antigravitations-Toilette bis zur Reise ins Unterbewusstsein: Alles, was das Kino ausmacht, es definiert, wird von Stanley Kubrick (Uhrwerk Orange) in diesem Film mit Bravour erzählt. Irgendwo hört Kritik auf und beginnt die Liebeserklärung an das größte Filmwerk, das je gedreht wurde.

Die Einzigartigkeit der Produktion fängt dabei schon im Entstehungsprozess an. Mit dem Science Fiction-Autor Arthur C. Clarke entwickelte Kubrick das Drehbuch und den zum Film erschienenen Roman quasi gleichzeitig - beide Projekt beeinflussten einander stark. Der Roman erzählt in einigen Aspekten viel ausführlicher, scheint jedoch in einigen Aussagen vom fertigen Film abzuweichen. Kubrick war es zudem immens wichtig, einen wissenschaftlich realistischen Film über das Weltall zu drehen und arbeitete akribisch an den Effekten, wofür er mit einem Oscar belohnt wurde. Dass die Oscars für die Regie und den besten Film in dem Jahr nicht an 2001: Odyssee im Weltraum, sondern an Oliver! von Carol Reed gingen, ist dabei nicht einmal mehr eine Fußnote - es gewinnt schließlich, wer die Zeit überdauert. Passenderweise ist genau das die zentrale Thematik von Kubricks magnum opus.

Der Mensch sucht die Unendlichkeit in seinen Erfindungen. Diese sind hier zentriert als der Supercomputer HAL9000 zu finden. Hal leitet das Raumschiff einer wichtigen Jupiter-Mission, dessen eigentliches Ziel lediglich dem Bordcomputer bekannt ist - die fünfköpfige Besatzung kennt dieses nicht. Hal ist eine künstliche Intelligenz, scheint sogar Emotionen zu verspüren, ist unfähig Fehler zu begehen und hat die natürlichste Eigenschaft überhaupt: den unbedingten Überlebensinstinkt. Der Mensch sucht die Unendlichkeit in seinen Erfindungen. Diese Erfindungen im Töten ihrer Meister. Beide scheitern in ihren Versuchen und Ansätzen. Kubrick liefert eine Alternative zur Unendlichkeit und macht dies - das kann einem bei einer Sichtung leicht entgehen - in einem äußerst optimistischen und liebevollen Ende. Ausgerechnet Kubrick, dessen Filmen oft eine emotionale Unterkühlung nachgesagt werden, findet am Ende seinen rührenden Frieden mit dem Leben und seiner Natur.

Der Monolith, um den sich unendlich viele Mythen ranken, wird beispielsweise im Roman viel ausführlicher beschrieben, im Film bleibt er bewusst ein Mysterium. Wahrscheinlich muss und kann sich gar jeder einzelne Zuschauer eine eigene Bedeutung des Monolithen bilden. Tatsache ist, dass die Interpretation des Autors bei jeder Sichtung des Films in eine andere Richtung ging. Aktuell wird der Monolith als Visualisierung des Verstandes (auf Englisch vielleicht präziser: mind) verstanden. Es ist der Verstand, der in den primitiven Lebensformen zu Beginn einen Funken wie ein Lauffeuer verbreitet. Plötzlich kann der Vormensch töten, plötzlich kann er sich behaupten, plötzlich können höhere Ziele entstehen. Der Verstand wird stets begleitet von Györgi Ligetis Mikropolyphonie. Es scheint passend, den menschlichen Verstand mit einem undefinierbaren aber sehr charakteristischen Stimmengewirr musikalisch zu untermalen. Der Monolith ist schließlich auch fester Bestandteil von Kubricks inszenatorischer Meisterschaft. Er verbindet Bild und Musik äußerst präzise: Der „perfekte“ Dreiviertel-Takt des Walzers im All und die 3-Bild-Komponente aus These, Antithese und Synthese: Affe, Monolith, Gewalt. Aussage, Aufnahme, Rache.

Fazit

Über „2001: Odyssee im Weltraum“ kann man seitenweise schreiben. Alles an diesem Meisterwerk ist mittlerweile in die Filmgeschichte eingegangen. Stanley Kubrick ist hier ein Film gelungen, der alle kommenden Science Fiction-Filme in den Schatten oder an den Rande der Lächerlichkeit stellen sollte. Ein Sci-Fi-Abenteuer ohne Aliens, nur mit der logischen Konsequenz menschlichen Verhaltens - vor 50 Jahren ist das so aktuell wie heute. Ein zeitloses Werk über die Existenz des Lebens, der Menschheit und Menschlichkeit, über technologischen Fortschritt, über Philosophie und Wissenschaft. Ein vollkommenes Werk, das seine Kraft in der Natur begründet und ihr alle Ehre zurückgibt. Perfekt, überirdisch, eine Spitze des Weltkinos.

Autor: Levin Günther

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